Freitag, 20. Januar 2017
11. Januar 2017 um 16:19 Uhr

Infos zum neuen Sperrbezirk: Vogelgrippe zurück in Dortmund

Nach dem erneuten Fund einer an Vogelgrippe verendeten Wildente am Hengsteysee sind auch in Teilen Dortmunds wieder Sperrbezirke eingerichtet worden.
Übersicht der Stadt Dortmund: Der rot umrandete Bereich stellt den Sperrbezirk, der blau umrandete das Beobachtungsgebiet dar.

Übersicht der Stadt Dortmund: Der rot umrandete Bereich stellt den Sperrbezirk, der blau umrandete das Beobachtungsgebiet dar. - Foto: Stadt Dortmund

Damit wurden seit November im Bereich Hengstey- und Harkortsee insgesamt sechs Wildenten mit dem aggressiven Vogelgrippe-Virus H5N8 gefunden. Weil sich die Tiere frei bewegen konnten, sind neue Sperrbezirke und Beobachtungsgebiete eingerichtet worden. Diese Zonen ragen einen bis drei Kilometer auf Dortmunder Stadtgebiet im Süden hinein, teilte Stadtsprecherin Heike Thelen mit.

Betroffen seien 29 Hobbygeflügelhalter. Im Sperrbezirk gilt für 21 Tage ein Verbot, Vögel, Eier, Fleisch oder Schlachtabfällen aus dem Bestand zu verbringen. Außerdem müssen in den Beständen Hygieneschutz-Maßnahmen eingehalten werden. Im Beobachtungsgebiet gelten ähnliche Auflagen, allerdings vorerst nur für 15 Tage. In beiden Gebieten ist zudem darauf zu achten, dass Hunde oder Katzen nicht frei herumlaufen dürfen.

Diese Informationen hat die Stadt zu den Sperrbezirken veröffentlicht:

Für den Sperrbezirk (rote Umrandung in der angehängten Karte) gilt für 21 Tage ein Verbot für das Verbringen von gehaltenen Vögeln, Bruteiern, gewonnenem Fleisch oder tierischen Nebenprodukten (Schlachtabfällen) aus dem Bestand.

In den Beständen ist unbedingt auf Hygiene zu achten: Nutzung von Desinfektionsmatten oder -wannen, Anwendung betriebseigener Schutzkleidung und Zugang zu den Tieren nur durch die betreuenden Personen.

Zudem ist die Jagd auf Federwild verboten und gehaltene Vögel dürfen nicht zur Aufstockung von Wildbeständen freigelassen werden.

Für das Beobachtungsgebiet (blaue Umrandung in der angehängten Karte) gilt für 15 Tage, dass gehaltene Vögel nicht aus dem Bestand verbracht werden dürfen. Es gilt für 30 Tage, dass zur Aufstockung von Wildbeständen gehaltene Vögel nicht freigelassen werden dürfen.

Eine Jagd auf Federwild ist nur auf behördliche Anordnung möglich.

Im Sperrbezirk und im Beobachtungsgebiet haben Hunde- und Katzenhalter dafür zu sorgen, dass diese Tiere nicht frei umherlaufen können.

Geflügelausstellungsverbot und Aufstallungspflicht:

Ohne zeitliche Befristung gilt weiterhin in ganz Dortmund ein Geflügelausstellungsverbot und dass gehaltenes Geflügel aufzustallen ist. Die Aufstallung des Geflügels mit gleichzeitiger Betriebshygiene ist die wirksamste Maßnahme, um eine Ansteckung durch infizierte Wildvögel zu verhindern.

Kleinbetriebe bis 100 Stück Geflügel, bei denen innerhalb von 24 Stunden drei Tiere oder mehr plötzlich verenden, haben sich unverzüglich zu melden. Für alle Geflügelhalter besteht Anmeldepflicht bei der Tierseuchenkasse.

Eine Ansteckungsgefahr für den Menschen besteht weiterhin nicht. Im Umgang mit verendeten Vögel gelten die üblichen Hygieneempfehlungen.

Auskunft erteilt das Ordnungsamt der Stadt Dortmund, Veterinärwesen, Telefon 0231/ 50-23970.

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