Mittwoch, 17. Januar 2018
30. Dezember 2017 um 22:00 Uhr

Blickpunkt : Trump-Wahlkampfberater löste Russland-Ermittlungen aus

Washington (dpa) Donald Trumps früherer außenpolitischer Wahlkampfberater George Papadopoulos hat nach einem Bericht der «New York Times» durch Äußerungen im Mai 2016 die Russland-Ermittlungen ausgelöst, die das erste Amtsjahr des US-Präsidenten überschattet haben.
Das FBI untersucht seit Juli 2016, ob es bei der Moskau zur Last gelegten Wahlbeeinflussung Absprachen mit Trumps Lager gegeben hat. Foto: Carolyn Kaster/Archiv

Das FBI untersucht seit Juli 2016, ob es bei der Moskau zur Last gelegten Wahlbeeinflussung Absprachen mit Trumps Lager gegeben hat. Foto: Carolyn Kaster/Archiv

Dabei ging es den Angaben zufolge um gehackte E-Mails des demokratischen Parteivorstandes, die dann später im Wahlkampf an die Öffentlichkeit gebracht wurden.

Die Bundespolizei FBI untersucht seit Juli 2016, ob es bei der Moskau zur Last gelegten Wahlbeeinflussung Absprachen mit Trumps Lager gegeben hat. Papadopoulos hatte sich im Oktober schuldig bekannt, bei FBI-Befragungen falsche Angaben über seine Russland-Kontakte gemacht zu haben. Wie es heißt, arbeitet er jetzt mit den Ermittlern zusammen.

Dem Zeitungsbericht vom Samstag zufolge plauderte Papadapoulos im Mai 2016 bei einem Trinkgelage mit dem australischen Topdiplomaten in Großbritannien, Alexander Downer, in London aus, dass Russland belastende Informationen über Trumps Wahlkampfrivalin Hillary Clinton in Form von E-Mails besitze.

Als dann zwei Monate später gehackte E-Mails des demokratischen Parteivorstandes im Internet auftauchten, hätten australische Beamte ihre US-Kollegen über Papadopoulos' Äußerungen unterrichtet. Die «New York Times» beruft sich bei ihrem Bericht auf vier derzeitige und frühere amerikanische sowie ausländische Offizielle.

Dem Zeitungsbericht zufolge erhielt Papadopolous seine Informationen Ende April 2016 von einem maltesischen Professor an einer - inzwischen geschlossenen - Akademie in London, der über wertvolle Kontakte zum Moskauer Außenministerium verfügt habe. Dieser Mann, Joseph Mifsud, habe Papadopoulos bei einem Treffen mitgeteilt, dass ihm hochrangige Moskauer Beamten gesagt hätten, sie besäßen «Schmutz» über Clinton «in der Form von Tausenden E-Mails».

Ob der Berater selber danach andere in Trumps Wahlkampfteam über diese Information unterrichtet habe, sei unklar. Dem Bericht zufolge hatte er Mifsud im Zuge seiner Bemühungen kennengelernt, ein Treffen Trumps mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin zu arrangieren.


Das könnte Sie auch interessieren
Syrische Flüchtlinge kommen in das Grenzdurchgangslager Friedland im Landkreis Göttingen. Foto: Swen Pförtner/Illustration

:Union will Stopp für Familiennachzug bis Ende Juli

Berlin (dpa) SPD, CSU und CDU haben in ihren Sondierungen einen Kompromiss zum Familiennachzug gefunden. Doch Stand heute weiß niemand, ob und wann die große Koalition kommt. Die Union will aber jetzt schon sicherstellen, dass nicht ab Mitte März wieder Visa erteilt werden. mehr...

Puigdemont war Ende Oktober als Regionalpräsident abgesetzt worden. Foto: Virginia Mayo/Archiv

:Neue Runde im Katalonien-Streit

Barcelona (dpa) Für die Unabhängigkeitsgegner geht der katalanische Albtraum 2018 weiter. Aber auch die Separatisten stehen vor Herausforderungen. Bei der ersten Parlamentssitzung blieben die Stühle der inhaftierten oder geflohenen Politiker leer. Die Frage: Darf man aus dem Exil regieren? mehr...

In diesem Haus soll ein Ehepaar seine 13 Kinder unter grausamen Bedingungen über Monate gefangen gehalten haben. Foto: Andrew Foulk

:Horrorhaus: US-Paar muss am Donnerstag vor Gericht

Perris (dpa) Das kalifornische Ehepaar, das seine 13 Kinder unter grausamen Bedingungen gefangen gehalten haben soll, soll am Donnerstag vor Gericht erscheinen. Das berichtete CNN am späten Dienstagabend (Ortszeit). mehr...

Ein mit Gurken beladener Lkw war auf der A9 bei Schleiz bei schneeglatter Fahrbahn von der Fahrbahn abgekommen und 30 Meter einen Hang herabgestürtzt. Der Fahrer blieb unverletzt. Foto: Bodo Schackow

:Schnee und Glätte treffen den Berufsverkehr

Düsseldorf/Berlin (dpa) Orkanböen bis zu 115 km/h: Wetterexperten erwarten vom anrückenden Sturmtief «Friederike» nichts Gutes. Ungemütlich wurde es für Autofahrer schon vorher. Viele kamen bei Winterwetter ins Schleudern. mehr...

«Wenn Frankreich mit der Anerkennung Palästinas voran gehen würde, würden weitere Staaten folgen, auch Luxemburg», sagte Jean Asselborn der «Süddeutschen Zeitung». Foto: Harald Kaster/VRM/Archiv

:Asselborn wirbt für Anerkennung eines Palästinenserstaates

Berlin (dpa) Luxemburgs Außenminister Jean Asselborn wirbt für eine Anerkennung Palästinas als Staat. «Wir Europäer müssen zeigen, dass auch die Palästinenser ein Recht auf ihren eigenen Staat haben», sagte Asselborn der «Süddeutschen Zeitung». mehr...

Mediathek

Dreischers Wetter: Stürmisch und ungemütlich

Anzeige
 

Lade TED
Ted wird geladen, bitte warten...
Service
Michael MacCauley (Liam Neeson) begegnet im Zug der äußerst rätselhaften Joanna (Vera Farmiga). Foto: StudioCanalanhören

Film der Woche:The Commuter

Seit Donnerstag läuft unter anderem der Film "The Commuter". In dem Thriller spielt Liam Nesson einen Versicherungsvertreter, der in eine kriminelle Verschwörung verstrickt wird. mehr...

28. ADAC Supercross Dortmund 2010 (2011-01-06): Pressekonferenz im Vorfeld Veranstaltung 2011: Brock Sellards (#17 Honda-Meyer-Racing-Team). Foto: Jan Bruckeanhören

Endlich Wochenende!:Was ist los in Dortmund?

Supercross in der Westfalenhalle, ein letztes Mal Winterleuchten im Westfalenpark, Comedy, Kabarett und mehr... mehr...

anhören

Food Trends:Das vietnamesische Wundermittel

Hat ein Star-Koch eigentlich auch ein Lieblingsgericht? In dieser Woche hat uns Heiko Antoniewicz in den Food Trends verraten, warum es ihm die vietnamesische Pho Nudelsuppe so angetan hat. mehr...

Tickets
Facebook