Samstag, 24. Februar 2018
13. Februar 2018 um 17:50 Uhr

Wirtschaft : Michelin steigt bei Werkstattkette ATU ein

Clermont-Ferrand (dpa) Nach der Übernahme durch die französische Mobivia-Gruppe geht es bei ATU wieder aufwärts. Vom Einstieg des Reifenherstellers Michelin verspricht sich Unternehmenschef Werner eine weitere Stärkung.
Der ranzösische Reifenhersteller Michelin konnte mit Preiserhöhungen und mehr verkaufter Reifen den Umsatz um 5 Prozent auf 22 Milliarden Euro steigern. Foto: Hannibal

Der ranzösische Reifenhersteller Michelin konnte mit Preiserhöhungen und mehr verkaufter Reifen den Umsatz um 5 Prozent auf 22 Milliarden Euro steigern. Foto: Hannibal

Der französische Reifenhersteller Michelin ist mit 20 Prozent bei der deutschen Werkstattkette ATU eingestiegen. Wie die Franzosen bei der Vorlage der Bilanz für 2017 mitteilten, habe man für das Fünftel der Anteile an ATU 60 Millionen Euro bezahlt.

Im Dezember 2016 war die damals vor der Insolvenz stehende Kette mit Sitz in Weiden (Oberpfalz) an die französische Mobivia-Gruppe gegangen, nach eigenen Angaben Marktführer auf dem Gebiet in Europa. Nun sollen in den 577 deutschen Werkstätten mehr Michelin-Reifen verkauft werden. «Der Einstieg von Michelin wird unsere Entwicklung stärken», sagte ATU-Chef Jörn Werner.

Seit dem Einstieg von Mobivia habe sich ATU positiv entwickelt, hieß es weiter. Im Geschäftsjahr 2016/17 (30. September) sei erstmals seit Jahren ein leichtes Umsatzwachstum erreicht worden, erklärte das Unternehmen am Dienstag, ohne Zahlen zu nennen. Auch zur Ertragslage wurden keine Angaben gemacht. Der Übernahme durch die Franzosen war ein monatelanger Poker um die Mietpreise für rund die Hälfte der etwa 600 ATU-Filialen vorausgegangen, der beigelegt werden konnte. Dies habe zu einer deutlichen Entlastung geführt, erklärte ATU. Die Werkstattkette hat rund 10.000 Beschäftigte.

Höhere Rohstoffkosten und der Konzernumbau haben den französischen Reifenhersteller Michelin derweil im vergangenen Jahr belastet. Dank Preiserhöhungen und mehr verkaufter Reifen steigerte der Continental-Rivale den Umsatz um 5 Prozent auf 22 Milliarden Euro, wie das Unternehmen in Clermont-Ferrand mitteilte. Das operative Ergebnis ging allerdings um knapp 6 Prozent auf 2,6 Milliarden Euro zurück, weil die Preiserhöhungen die höheren Kosten und ungünstigere Wechselkurse nicht gänzlich wettmachen konnten.

Unter dem Strich stieg der Gewinn um 1,6 Prozent auf 1,7 Milliarden Euro - unter anderem hat der Konzern die Schulden weiter abgebaut und zahlte weniger Steuern. Die Dividende soll von 3,25 Euro auf 3,55 Euro je Aktie steigen.


Das könnte Sie auch interessieren
Auspuffrohre eines Diesel-Pkw. Foto: Hendrik Schmidt/Illustration

:Begrenzte Diesel-Fahrverbote geplant

Berlin/Stuttgart (dpa) Am Dienstag wollen die höchsten deutschen Verwaltungsrichter über die Zulässigkeit von Diesel-Fahrverboten entscheiden. Jetzt wird eine Initiative des Verkehrsministeriums bekannt, diese teils einzuführen. Ob Autofahrer und Städte so Sicherheit bekommen, ist ungewiss. mehr...

Baumaterial liegt auf der Baustelle des Hauptstadtflughafens BER im Hauptterminal. Foto: Ralf Hirschberger

:Berliner CDU: Keine weiteren Steuergelder für BER ausgeben

Berlin (dpa) Fehlplanungen, Verzögerungen, Baumängel und Erweiterungen lassen die Kosten für den neuen Hauptstadtflughafen immer höher steigen. Nun liegen neue Zahlen auf dem Tisch - und es wächst der Widerstand, weiteres Geld locker zu machen. mehr...

Eine US-Flagge spiegelt sich im Logo eines Volkswagens. Foto: Karl-Josef Hildenbrand

:VW wendet Abgas-Prozess in den USA ab

Fairfax (dpa) Volkswagen hat auf den letzten Drücker den ersten US-Gerichtsprozess im «Dieselgate»-Skandal verhindert. Der Rechtsstreit mit einem Jetta-Besitzer, der wegen manipulierter Abgastechnik auf 725.000 Dollar geklagt hatte, wurde mit Zustimmung des zuständigen Richters beigelegt. mehr...

DGB-Chef Hoffmann verlangt mehr Schutz und Respekt für Betriebsräte. Foto: Paul Zinken

:DGB-Chef fordert mehr Schutz und Respekt für Betriebsräte

Berlin/Frankfurt (dpa) In den kommenden Wochen werden in vielen deutschen Betrieben neue Betriebsräte gewählt. Nach Ansicht der Gewerkschaften sind sie gerade wegen der Digitalisierung besonders stark gefordert. mehr...

Roberto Azevedo, hier im vergangenen April, ist Generaldirektor der WTO. Foto: Salvatore Di Nolfi/KEYSTONE

:WTO-Chef: Handelskriege können «jederzeit passieren»

Genf (dpa) Erst US-Strafzölle, dann Proteste aus China und anderen Ländern: Die Stimmung könne sich hochschaukeln, warnt WTO-Chef Azevêdo. Mehr statt weniger Globalisierung ist sein Rezept für eine stabile Zukunft - mit Lob für Deutschland. mehr...

Mediathek

Dreischers Wetter: So wird das Wochenende in Dortmund...

Anzeige
Service
anhören

Endlich Wochenende!:Unsere Veranstaltungstipps für Dortmund

Das Wochenende steht vor der Tür - und wir sorgen dafür, dass bei Ihnen keine Langeweile aufkommt! mehr...

Tom Hanks und Meryl Streep in den Hauptrollen - «Die Verlegerin» ist bist in kleinste Rollen exzellent besetzt. Foto: Niko Tavernise/Universal Pictures Internatioalanhören

Der Film der Woche:Die Verlegerin

Die Verlegerin - gespielt wird von Merly Streep. An ihrer Seite sehen wir Tom Hanks. Und als wenn das noch kein Garant für erstklassiges Kino wäre, hat auch noch Steven Spielberg Regie geführt. mehr...

Meryl Streep (4.v.l.) ist «Die Verlegerin», die in den 1970ern die Zeitung «Washington Post» herausgab. Foto: Niko Tavernise/Universalanhören

Neu im Kino:Youtuber, Wendy und ein Oscarkandidat

Youtuber in einem Gruselhaus: Was dabei diese Woche im Kino herauskommt, ist nichts für Beautyblogger! Außerdem startet ein weiterer heißer Oscarkandidat. mehr...

Tickets
Facebook