Dienstag, 16. Januar 2018
30. Dezember 2017 um 11:40 Uhr

Boulevard : Krimiautorin Sue Grafton mit 77 Jahren gestorben

Santa Barbara (dpa) Sue Grafton schrieb zunächst Drehbücher. Später verfasste sie Kriminalromane, die sie bekannt machten. Nun ist die Autorin im Alter von 77 Jahren gestorben. Das teilte ihre Tochter auf Facebook mit und verriet dabei die Todesursache.
Die US-Autorin Sue Grafton ist im Alter von 77 Jahren gestorben. Bevor sie mit Kriminalromanen Bekanntheit erreichte, hatte sie Drehbücher geschrieben. Foto: Gino Domenico/AP

Die US-Autorin Sue Grafton ist im Alter von 77 Jahren gestorben. Bevor sie mit Kriminalromanen Bekanntheit erreichte, hatte sie Drehbücher geschrieben. Foto: Gino Domenico/AP

Die US-Krimiautorin Sue Grafton ist im Alter von 77 Jahren gestorben. Sie war für ihre nach den Buchstaben des Alphabets benannte Buchreihe bekannt.

Die Schriftstellerin sei am Donnerstag nach einer zweijährigen Krebserkrankung gestorben, schrieb ihre Tochter Jamie am Freitag auf Facebook. «Sue hat immer gesagt, dass sie weiter schreiben würde, solange sie den Saft dazu hat.»

Die aus Louisville (Kentucky) stammende Autorin lebte seit Anfang der 60er Jahre im kalifornischen Santa Barbara und schrieb Drehbücher, bevor sie mit Romanen einem größeren Publikum bekannt wurde. Mit ihrem dritten Mann arbeitete sie an zwei erfolgreichen Fernsehspielen auf Grundlage von Agatha-Christie-Romanen.

1982 begann Grafton ihre Serie um die hartnäckige Privatdetektivin Kinsey Millhone mit dem Titel «A Is for Alibi» (deutscher Titel: «Nichts zu verlieren - A wie Alibi»), die sie mit weiteren Buchstaben des Alphabets fortsetzte. 1985 erschien etwa «B Is for Burglar» («In aller Stille - B wie Bruch»). Dieses Jahr erschien «Y Is for Yesterday», «Z Is for Zero» war für 2019 angekündigt.

Grafton habe stets darauf bestanden, dass ihre Bücher nie in Filme oder TV-Sendungen verwandelt werden, schrieb Jamie Grafton. Zumindest aus Sicht ihrer Familie ende das Alphabet deshalb jetzt mit «Y».

Grafton half in ihren Büchern, die von männlicher Überlegenheit geprägte Krimi-Welt, in der Frauen lange Zeit nur als hilflose Opfer oder skrupellose Taktiererinnen dargestellt werden, zu verweiblichen. Ihre Bücher drehten sich dabei auch um soziale Fragen wie Missbrauch, falsche Verurteilungen und Obdachlosigkeit.


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