Freitag, 24. März 2017
19. März 2017 um 16:00 Uhr

Musik-News : Musiker und Fans trauern um Chuck Berry

New York (dpa) Chuck Berry galt als Pionier des Rock'n'Roll, seine Gitarrenriffs veränderten die Musik für immer. Sein Tod löste tiefe Trauer aus. Mick Jagger twitterte: «Chuck, du warst großartig».
Ein Fan legt in St. Louis (USA) an einem Denkmal für Chuck Berry Blumen nieder. Foto: David Carson

Ein Fan legt in St. Louis (USA) an einem Denkmal für Chuck Berry Blumen nieder. Foto: David Carson

Rock'n'Roll-Legende Chuck Berry ist tot. Der «geliebte Ehemann, Vater, Großvater und Urgroßvater» sei am Samstag (Ortszeit) im Alter von 90 Jahren gestorben, hieß es am Sonntag auf der Internetseite des Musikers.

Rolling-Stone-Musiker Mick Jagger trauerte in einem Tweet: «Ich bin so traurig zu hören, dass Chuck Berry gestorben ist», schrieb der Brite. «Ich möchte mich bei ihm für all die inspirierende Musik bedanken, die er uns gegeben hat. Er hat Licht in unsere Teenager-Jahre gebracht und uns davon träumen lassen, Musiker zu werden. (...) Chuck, du warst großartig und deine Musik ist in uns für immer eingraviert.»

Berry war noch bis in den August vergangenen Jahres aufgetreten und hatte auf seiner Webseite für dieses Jahr ein neues Album angekündigt - das erste nach fast 40 Jahren. Seine Hits wie «Roll Over Beethoven», «School Day», «Rock and Roll Music», «Sweet Little Sixteen» und «Johnny B. Goode» gelten weltweit als Klassiker. Für sein Lebenswerk erhielt er einen Grammy und wurde in die Rock'n'Roll «Hall of Fame» aufgenommen.

Bruce Springsteen bezeichnete Berry als «besten Fachmann, Gitarristen und puren Rock'n'Roll-Schreiber, der je gelebt hat». Musiker John Mayer würdigte Berry als «Legende». Autor Stephen King schrieb, die Nachricht habe sein Herz gebrochen: «Aber 90 Jahre alt ist nicht schlecht für Rock'n'Roll.» Rocker Lenny Kravitz pries Berrys Einfluss auf die Musik: «Keiner von uns wäre ohne dich hier. Rock on, Bruder!» Und der Comedian Marc Maron schrieb schlicht: «Der König ist tot.»

In Los Angeles kamen Fans unmittelbar nach Bekanntwerden von Berrys Tod im Gitarrenzentrum am Sunset Boulevard zusammen und diskutierten über seinen Einfluss auf Generationen von Musikern, wie die «LA Times» berichtete. Das «Rolling Stone»-Magazin nannte Berry den «wahren Paten» des Rock'n'Roll. «Elvis war der erste Popstar des Rock, Chuck Berry aber der Meistertheoretiker und das konzeptuelle Genie» des Genres Rock'n'Roll, schrieb die «New York Times». 

Derweil bat Berrys Familie, in ihrer Trauer nicht gestört zu werden. «Obwohl sich seine Gesundheit in letzter Zeit verschlechtert hatte, verbrachte er seine letzten Tage zu Hause, umgeben von der Liebe seiner Freunde und Familie», hieß es auf Berrys Internetseite. 

Wie die Polizei auf Facebook mitteilte, hatten ihn Rettungskräfte am frühen Nachmittag leblos in seinem Haus in der Nähe von St. Louis im US-Bundesstaat Missouri gefunden und ihn nicht wiederbeleben können. Die Polizei «bestätigt traurig den Tod von Charles Edward Anderson Berry Sr., besser bekannt als der legendäre Musiker Chuck Berry», heißt es in der Mitteilung weiter.

Der 1926 in St. Louis geborene Afroamerikaner galt als einer der Pioniere des Rock'n'Roll, als einer der größten Songschreiber und besten Gitarristen seiner Zeit. Er beeinflusste Musiker wie die Beatles, die Rolling Stones, die Beach Boys oder Bob Dylan. Berry habe den Rock'n'Roll zwar nicht erfunden, schrieb das US-Musikmagazin «Billboard», aber: «Er hat ihn zu einer Geisteshaltung gemacht, die die Welt verändert hat.»


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