Sonntag, 15. Juli 2018
09. Februar 2016 um 21:03 Uhr

Aufgetauchter Blanko-Ausweis: Wohl kein Einzelfall

Der Fund eines Blanko-Ausweises aus Dortmund könnte kein Einzelfall gewesen sein.
Ein deutscher Personalausweis ragt aus einer Geldbörse. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/Archiv

Ein deutscher Personalausweis ragt aus einer Geldbörse. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/Archiv

Das hat Ordnungsdezernentin Diane Jägers gestern im Auschuss für Bürgerdienste offengelegt. Zur Zeit liefen interne Untersuchungen durch das Rechnungsprüfungsamt, die nachzuvollziehen versuchen, wie und wie viele Blanko-Ausweise abhanden gekommen sind.

Sie sei sprachlos und fassungslos, die Dimensionen seien nicht absehbar gewesen, sagte Jägers im Ausschuss. Insgesamt 90.000 Vorgänge würden aktuell untersucht, schon jetzt sei aber klar, dass eine nicht unerhebliche Zahl an Ausweisdokumenten in der Datenbank nicht zugeordnet werden könne.

Ob einfach nur nachlässig gearbeitet wurde, Kontrollmechanismen nicht gegriffen, der Druck auf die Mitarbeiter in den Bürgerdiensten zu hoch oder gar kriminelle Energie der treibende Motor sei, ist derzeit völlig unklar, so Jägers. Die Untersuchungen würden langwierig sein.

Im November wurde bei einem Autounfall in Düren im Wagen eines rumänischen Fahrers ein Blanko-Ausweis aus Dortmund von Polizisten gefunden.

Ordnungsdezernentin Diane Jägers stellte gestern in einem Bericht im Auschuss für Bürgerdienste klar, das zur Zeit das Ausmaß völlig unklar sei. Das Rechnungsprüfungsamt habe die Ermittlungen aufgenommen, 90.000 Vorgänge müssten überprüft werden.

Schon jetzt seien aber Schwachstellen im Kontrollsystem sichtbar geworden: So wurde bei einigen Ausweisdokumenten nicht in der Datenbank festgehalten, was mit ihnen im Endeffekt geschehen ist. Svenja Noltemeyer von den Grünen im Rat zeigte sich erschüttert:

Svenja Noltemeyer


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