
Bilanz: Ein Jahr Kalouti in Dortmund
Ein Jahr ist Dortmunds Oberbürgermeister Alexander Kalouti (CDU) jetzt im Amt. Die Fraktion aus Grünen und Volt zieht Bilanz und übt Kritik.
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Regieren ohne Mehrheit: Grüne und Volt kritisieren Kalouti (CDU)
Seit 80 Jahren ist Alexander Kalouti der erste CDU-Bürgermeister in Dortmund. Doch im Rat regiert er ohne Mehrheit. In seinem ersten Jahr musste er also schmerzhaft erfahren, wie schwierig das ist. Zumindest mit dem Thema Bettelverbotszonen im Fünf-Meter-Umkreis um die Außengastronomie hat Kalouti einen Erfolg gefeiert. Die Ratsfraktion aus Grünen und der Volt-Partei kritisieren seine bisherige Amtszeit. Sie sehen bislang keine klare Zukunftsstrategie für die Stadt. Kalouti konzentriere sich zu stark auf Sicherheit, Ordnung und Sauberkeit.
"Eine Stadt wie Dortmund braucht mehr als Law-and-Order in Dauerschleife. Wo sind die Ideen für bezahlbares Wohnen, soziale Gerechtigkeit, gute Bildung, Klimaschutz und eine lebendige Kulturlandschaft? Nach einem Jahr im Amt ist noch immer nicht erkennbar, wohin der Oberbürgermeister mit Dortmund eigentlich will“, erklären die Fraktionssprecher*innen Katrin Lögering und Dr. Christoph Neumann.
Grüne und Volt bieten Zusammenarbeit an
Ein Oberbürgermeister ohne eigene Ratsmehrheit müsse Brücken bauen, statt Gräben zu vertiefen, heißt es aus der Ratsfraktion Grüne und Volt. Wer Dortmund gestalten will, brauche den Rat und eine funktionierende Verwaltung. Das Angebot zur Zusammenarbeit stehe weiterhin. Aber dafür brauche es Respekt vor demokratischen Entscheidungen, Transparenz und die Bereitschaft, Kompromisse zu finden, so Lögering und Neumann.
Stichwahl gegen Thomas Westphal (SPD) gewonnen
Bei der Dortmunder Oberbürgermeister-Stichwahl am 28. September 2025 setzte sich Alexander Kalouti (CDU) gegen den amtierenden Oberbürgermeister Thomas Westphal (SPD) durch. Nach seinem Wahlsieg wurde Kalouti am 13. November 2025 in der ersten Sitzung des Dortmunder Rates als neuer Oberbürgermeister vereidigt.