
Cannabis-Social-Club dämmt Dortmunder Schwarzmarkt ein
Die Legalisierung von Cannabis hat auch in Dortmund dazu beigetragen den Schwarzmarkt einzudämmen. Das zeigt eine Befragung unter Mitgliedern des Cannabis-Social-Clubs.
Veröffentlicht: Mittwoch, 21.01.2026 14:19
Cannabis-Schwarzmarkt in Dortmund eingedämmt
Vor einem Jahr hat der Cannabis-Social-Club Dortmund (CSC) seinen Cannabis-Anbau gestartet. Dass die Droge jetzt legal ist, hat auch bei uns in Dortmund den Schwarzmarkt eingedämmt, sagt der Club. Das zeige auch eine Befragung unter den aktuell fast 200 Clubmitgliedern, sagte Vorstand Dominik de Marco. 95 Prozent von ihnen hätten überhaupt keinen Bezug zum Schwarzmarkt mehr. Komplett austrocknen könne man den Schwarzmarkt mit der Cannabis-Legalisierung allerdings nicht:
Ich würde schon sagen, dass ein großer Teil schon bekämpft wurde. Es ist schon so, dass wir da eine Veränderung gesehen haben. Also, die Leute legen da schon sehr viel Wert jetzt aktuell drauf, was da drin steckt. Und diese Laboranalysen, die können wir ja zeigen. Das kann ein Dealer auf der Straße nicht tun.
Neues Gesetz könnte mehr Mitglieder bringen
Vor einem Jahr hat der Cannabis-Social Club Dortmund mit dem Anbau von Cannnabispflanzen bei uns in Dortmund begonnen - demnächst erwartet der Club eine ganz Menge neuer Mitglieder. Aktuell sind es fast 200. Im Frühjahr kommen wahrscheinlich noch viele dazu. Denn dann wird es voraussichtlich eine Gesetzesänderung geben. Danach rechnet der Vorstand des Clubs Dominik de Marco mit einem Anstieg auf bis zu 350 Mitglieder:
Das Telemedizingesetz wird soweit verändert, dass entsprechend die Menschen persönlich zum Arzt gehen müssen. Aktuell ist es ja so, dass man dann halt über die Online-Apotheke bei einem Arzt, der in der EU sitzt, ein Rezept vor Ort bekommt, wenn man das möchte. Ein Privatrezept, und das wird rückabgewickelt. Wir gehen davon ganz stark aus, dass dann jede Menge Menschen dann auch zu uns kommen und Mitglied werden.
Im vergangenen Jahr hat der Cannabis-Social Club 28 Kilogramm Cannabis an einem geheimen Ort bei uns in Dortmund produziert. 21 Kilo davon wurden abgeholt und konsumiert.