
Debatte um Teilzeit-Arbeit in Dortmund
Teile der CDU wollen das Recht auf Teilzeit-Arbeit einschränken. Diese Idee hat eine heftige Debatte ausgelöst.
Veröffentlicht: Mittwoch, 28.01.2026 16:07
Dortmund: Einschränkung von Teilzeit-Arbeit aus mehreren Gründen nicht möglich
Die Verantwortlichen bei uns in der Region halten offensichtlich wenig von der Idee, Teilzeit-Arbeit einzuschränken. IHK-Hauptgesachäftsführer Stefan Schreiber hält Teilzeit aus mehreren Gründen für wichtig:
"Die eine Richtung ist, dass man dadurch auch Menschen die Chance gibt, in Berufen tätig zu sein, obwohl sie nicht die Möglichkeit haben, zu Hause entsprechend es so anders zu regeln, dass sie Vollzeit arbeiten können."
Außerdem fehle durch den Fachkräftemangel die Infrastruktur - zum Beispiel Kitas oder Versorgungsangebote für ältere Menschen. Das sei aber nötig, damit diejenigen, die aktuell in Teilzeit arbeiten auch Vollzeit arbeiten können. Die aktuellsten Zahlen der Arbeitsagentur Dortmund aus dem Sommer 2025 zeigen: In unserer Stadt hat fast jeder dritte Arbeitnehmer in Teilzeit gearbeitet. Das waren mehr als im Jahr davor.
Auch der Handelsverband plädiert für Bestehen von Teilzeit-Arbeit in Dortmund
Auch Thomas Schäfer, Geschäftsführer des Handelsverbands Westfalen-Münsterland, äußert sich zu dem Vorschlag. Teilzeit-Arbeit einzudämmen kommt von Teilen der CDU. Schäfer sagt: er kann das nicht nachvollziehen. Sicherlich sei es schön, wenn alle Vollzeit arbeiten, aber es würden auch noch andere Dinge eine Rolle spielen:
"Es ist ja nicht nur so, dass dann meistens Frauen nur noch in Teilzeit arbeiten, weil sie die Care-Arbeit leisten. Wenn man da keine enstprechenden Möglichkeiten schafft, organisatorischer Art, wird man das mit der Vollzeit nicht hinbekommen."
Deswegen müsse Teilzeit weiterhin bestehen bleiben.