
Dortmund: Abschiebung nach Afghanistan vollzogen
Dortmund hat einen verurteilten Straftäter nach Afghanistan abgeschoben. Die Stadt nennt Haft, Widerruf des Schutzstatus und Ausweisung als Grundlage.
Veröffentlicht: Freitag, 31.07.2026 11:23
Dortmund: Abschiebung nach Afghanistan erfolgt
Die Stadt Dortmund hat nach eigenen Angaben einen Mann nach Afghanistan abschieben lassen. Demnach war der Betroffene 2015 als Asylsuchender nach Deutschland eingereist und unmittelbar Dortmund zugewiesen worden. Er habe angegeben, afghanischer Staatsangehöriger zu sein. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge habe ihm später die Flüchtlingseigenschaft zuerkannt.
Haft und Ausweisung als Gründe
Laut Stadt Dortmund wurde der Mann 2020 unter anderem wegen sexuellen Missbrauchs Minderjähriger angeklagt und verurteilt. Danach habe er eine mehrjährige Haftstrafe verbüßt. Die Stadt teilt weiter mit, dass das BAMF wegen der begangenen Straftaten die Flüchtlingseigenschaft widerrufen habe. Gegen diese Entscheidung habe der Betroffene 2023 geklagt, das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen habe die Klage 2025 abgewiesen. Anschließend habe die Ausländerbehörde Dortmund eine Ausweisungsverfügung nach Paragraf 53 Absatz 1 Aufenthaltsgesetz erlassen, verbunden mit einem Einreiseverbot für Deutschland.