
Dortmund: Angeklagter gesteht Schüsse im Mordprozess
18 Schüsse, ein Geständnis und ein Prozess in Dortmund. Vor dem Landgericht hat ein 56-Jähriger die tödlichen Schüsse auf einen Pflegedienst-Leiter eingeräumt.
Veröffentlicht:
Geständnis im Mordprozess
Sechs Monate nach den tödlichen Schüssen auf einen Pflegedienst-Chef in Wambel hat sich der Angeklagte vor Gericht zu der Tat bekannt. Sein Verteidiger las eine Erklärung vor. In der Erklärung heißt es unter anderem:
"Ich muss mit der Schuld leben, einen Menschen getötet zu haben. Mein Verhalten erschreckt mich im Nachhinein sehr."
Zum Zeitpunkt der Tat war das Opfer, also der Pflegedienst-Chef, seit drei Jahren mit der Ex-Frau des Angeklagten verheiratet. Die Trennung hatte der Angeklagte offenbar nie überwunden. Er gab zu, den beiden immer wieder nachgestellt zu haben.
Dortmund: Urteil soll noch im September fallen
In der vor dem Schwurgericht verlesenen Erklärung bestreitet der Angeklagte jedoch, dass sein Aufenthalt etwas mit dem neuen Mann seiner Ex-Frau zu tun hatte. Er habe vielmehr gehofft, seinen Sohn zu sehen, der sich häufig in dem Haushalt aufgehalten habe. Am Tatabend habe er sich angeblich von dem Opfer bedroht gefühlt, sei in Panik geraten und habe deshalb 18 Schüsse abgefeuert. Mit einem Urteil ist möglicherweise noch im September zu rechnen.