
Dortmund: Belebte Innenstadt dank Anmietungsfonds
Leerstehende Ladenlokale sollen in der Dortmunder Innenstadt der Vergangenheit angehören. Mit dem sogenannten Anmietungsfonds unterstützt die Stadt Gründerinnen und Gründer dabei, ihre Geschäftsideen umzusetzen. Bereits zehn ehemals leerstehende Ladenlokale sind wieder vermietet. Heute (15. Juli) kommt mit dem „Café am Friedensplatz“ ein weiteres Geschäft hinzu.
Veröffentlicht: Dienstag, 14.07.2026 11:54
Anmietungsfonds soll die Dortmunder Innenstadt stärken
Citymanager Tilmann Insinger sieht das Förderprogramm als wichtigen Baustein gegen den Leerstand in der City. Im Gespräch mit Radio 91.2 erklärte er, dass der Anmietungsfonds die Innenstadt spürbar belebe und bereits zahlreiche neue Geschäfte ermöglicht habe. Das Konzept dahinter ist einfach: Die Stadt Dortmund mietet leerstehende Ladenlokale an und zahlt den Eigentümerinnen und Eigentümern 70 Prozent der bisherigen Miete. Gründerinnen und Gründer übernehmen anschließend lediglich 20 Prozent dieser Miete. Die Förderung läuft maximal zwei Jahre und soll den Unternehmen genügend Zeit geben, sich am Standort zu etablieren.
Zehn ehemalige Leerstände wieder vermietet
Dank des Förderprogramms konnten bereits zehn leerstehende Ladenlokale neu belebt werden. Zu den jüngsten Beispielen gehören die Weinbar „Weingrün-Mitte“ an der Hansastraße sowie das Einrichtungsgeschäft „Prachttraum“, das in die ehemalige Hirsch-Apotheke eingezogen ist. Für Patrick Hanxleden, einen der drei Betreiber von „Weingrün-Mitte“, wäre die Eröffnung ohne die Unterstützung kaum möglich gewesen.
„Wir hätten das so nicht realisieren können, hätten wir diese Chance nicht bekommen. Das ist unsere Chance, unseren Traum in der Innenstadt zu verwirklichen. [...] Wir wollen hier alt werden und den Laden am liebsten nicht mehr verlassen.“
Auch Jan Bruder vom Einrichtungsgeschäft „Prachttraum“ sieht große Vorteile in der Förderung.
„Das ist eine mega gute Sache. Wir können jetzt zwei Jahre ausprobieren, ob unser Konzept für Dortmund und für uns passt und ob es für beide Seiten gewinnbringend ist.“
Unternehmen wollen auch nach der Förderung bleiben
Zu den ersten Geschäften, die vom Anmietungsfonds profitiert haben, gehört das „House of Mercury“ am Hansamarkt. Seit April 2025 verkauft das Team um Felix Würfel dort unter anderem maßgeschneiderte Anzüge. Würfel ist dankbar für die finanzielle Unterstützung, sein Ziel ist jedoch klar: Das Geschäft soll sich langfristig auch ohne Förderung tragen.
„Das sieht man, glaube ich, als Kunde, als Gast oder Besucher, wenn man den Laden betritt: Hier steckt so viel Liebe, Zeit und auch Geld drin. Wir arbeiten jeden Tag daran, dass es auch ohne die Hilfestellung gut funktioniert.“
Damit verfolgt der Anmietungsfonds genau das Ziel, das die Stadt erreichen möchte. Neue Konzepte sollen dauerhaft in der Dortmunder Innenstadt Fuß fassen und den Einzelhandel langfristig stärken.
„Café am Friedensplatz“ eröffnet am 15. Juli 2026
Mit dem „Café am Friedensplatz“ startet heute bereits das nächste geförderte Projekt. Betreiber Daryousch Mollaie erkannte das Potenzial des Ladenlokals und verwirklicht dort nun seine Idee eines modernen Cafés mit Kaffee, Kuchen, Eis und Wein. Für ihn ist die Unterstützung durch den Anmietungsfonds ein entscheidender Baustein für den Start. Sie sei eine sehr große Hilfe und er sei dankbar, für die Chance. Mit jeder Neueröffnung wächst die Hoffnung, dass die Dortmunder Innenstadt wieder attraktiver wird. Das gilt für Besucherinnen und Besucher ebenso wie für Gründerinnen und Gründer, die ihre Geschäftsideen verwirklichen möchten.





