
Dortmund: Brüder von Mouhamed Dramé müssen ausreisen
Die Brüder von Mouhamed Dramé müssen Deutschland verlassen. Nach dem Urteil des Verwaltungsgerichts Gelsenkirchen ist keine Beschwerde eingegangen.
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Urteil ist jetzt rechtskräftig
Die Brüder des bei einem Polizeieinsatz in Dortmund getöteten Mouhamed Dramé müssen Deutschland endgültig verlassen. Das Urteil des Verwaltungsgerichts Gelsenkirchen ist rechtskräftig, weil die Frist für eine Beschwerde am Freitag (11.09.) abgelaufen ist. Ein Sprecher des Gerichts sagte auf Nachfrage, dass bis zum Fristende keine Beschwerde eingegangen sei. Damit bleibt es bei der Entscheidung, dass die Brüder keine weitere Aufenthaltserlaubnis bekommen und zurück in den Senegal müssen.
Aufenthalt war an den Prozess gebunden
Die beiden Brüder waren nach Gerichtsangaben ursprünglich eingereist, um am Strafprozess zum Tod von Mouhamed Dramé als Nebenkläger teilzunehmen. Dafür hatten sie eine befristete Aufenthaltserlaubnis erhalten. Diese Erlaubnis war bereits Ende Januar ausgelaufen. Schon im März hatte die Stadt Dortmund ihre weitere Ausreise angeordnet. Dagegen waren die Brüder vor Gericht gezogen, hatten mit ihrem Eilantrag aber keinen Erfolg.
Hintergrund zum Fall Mouhamed Dramé
Mouhamed Dramé war im August 2022 bei einem Polizeieinsatz in Dortmund erschossen worden. Der damals 16-Jährige war später Mittelpunkt eines langen Strafprozesses gegen mehrere beteiligte Polizeibeamte. Das Landgericht Dortmund sprach die angeklagten Polizisten frei. Der Bundesgerichtshof verwarf die Revision im Juni 2026, damit sind die Freisprüche rechtskräftig.