
Dortmund: DEW21 sieht sich nach Krise stabil
DEW21 hat in Dortmund 46 Millionen Euro Gewinn vor Steuern erzielt. Der Versorger kündigt stabile Strom- und Gaspreise an. Was das bis 2029 für Beschäftigte bedeutet, bleibt ein zentrales Thema.
Veröffentlicht: Donnerstag, 23.07.2026 12:08
DEW21 legt Geschäftszahlen vor
Nach dem Abrechnungs- und Beschaffungsskandal bei einer Tochtergesellschaft und zu teurem Einkauf von Gas sieht sich DEW21 in Dortmund wieder stabil aufgestellt. Das Unternehmen hat nach eigenen Angaben im vergangenen Geschäftsjahr 46 Millionen Euro Gewinn vor Steuern erzielt, davor gab es zwei Jahre keine Gewinne. Mit dem Ergebnis sollen Investitionen in die Infrastruktur finanziert und die Wärmewende weiter vorangebracht werden.
Dortmund: Keine höheren Preise für Strom und Gas
Für Kundinnen und Kunden in Dortmund sollen die Preise für Strom und Gas nach Unternehmensangaben aber zunächst nicht steigen, sagt Geschäftsführer Dr. Gerhard Holtmeier:
"Wir haben eine sehr konservative Energiebeschaffung. Das heißt, wir wissen heute schon, für 2026 gibt es keine Preiserhöhung. Und ich gehe auch aktuell davon aus, dass wir 2027 keine Preiserhöhung haben werden."
Unabhängig davon weist DEW21 auf seinen Service-Seiten darauf hin, dass Kundinnen und Kunden bei Preisanpassungen informiert würden; aktuelle Preisstände finden sich in den jeweiligen Tarifen.
Digitalisierung und weniger Stellen bis 2029
Parallel zum wirtschaftlichen Kurs will DEW21 die Digitalisierung weiterentwickeln und Personal abbauen. Bis 2029 sollen demnach 15 Prozent der Stellen sozialverträglich wegfallen, unter anderem über Altersteilzeit. Das Unternehmen verbindet den angekündigten Umbau mit dem Ziel, wettbewerbsfähig zu bleiben und gleichzeitig in das Netz und die Wärmewende zu investieren.
