Dortmund: Gedenken ohne Öffentlichkeit

Erstmals gibt es zum Jahrestag der Pogromnacht heute keine öffentliche Gedenkveranstaltung in Dortmund. Keiner solle dem Risiko einer Ansteckung ausgesetzt sein, begründet Bezirksbürgermeister Ralf Stolze die Entscheidung. 

Zeichen gegen Antisemitismus

Die jährliche Kranzniederlegung am jüdischen Mahnmal in Dortmund-Dorstfeld soll allerdings im kleinsten Kreis stattfinden. Nur Oberbürgermeister Thomas Westphal und der Rabbiner der jüdischen Kultusgemeinde Dortmund Baruch Babaev werden anwesend sein, sowie Bezirksbürgermeister Stolze und Mitglieder des Vereins zur Förderung von Respekt, Toleranz und Verständigung Dorstfeld.

Gemeinsam will man an die Pogromnacht 1938 denken, ein Zeichen gegen Antisemitismus setzen und an die Opfer der Angriffe auf jüdische Einrichtungen erinnern. Da eine gemeinsame Feierstunde nicht möglich sei, rufen die Organisatoren stattdessen die Bürger zum stillen Gedenken auf.

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