
Dortmund plant Neustart für die Nordstadt
Neue Hilfe für die Dortmunder Nordstadt: Für Häuser, Handel und Fördermittel soll ab 2027 eine externe Firma übernehmen. Das ist geplant.
Veröffentlicht: Dienstag, 14.04.2026 14:02
Dortmund stellt Quartiersarbeit neu auf
Die Stadt Dortmund will die Nordstadt schöner machen. Dafür will sie das Quartiersmanagement in der Nordstadt ab 2027 neu organisieren. Nach Angaben der Stadt soll die bisherige, rein städtisch finanzierte Struktur in Teilen durch eine externe Firma ersetzt werden. Die Stadt plant konkret ein Sanierungsmanagement für das südliche Nordmarktquartier, ein Geschäftsstraßenmanagement für die südliche Münsterstraße und einen Quartiersfonds für Projekte aus dem Stadtteil.
Nordmarkt in Dortmund: Beratung für Eigentümer
Die Firma soll vor allem Eigentümer von Immobilien im südlichen Nordmarktquartier beraten, wie sie ihre Gebäude erhalten und aufwerten können. Außerdem soll das Team dabei helfen, Problemimmobilien vorzubeugen oder bestehende Fälle zu bearbeiten. Die Stadt will zudem Fördermaßnahmen bekannter machen. Das gleiche Vorgehen plant die Stadt für die Geschäftsstraßen in der Nordstadt, also zum Beispiel die Münsterstraße. Für die südliche Münsterstraße ist ein eigenes Geschäftsstraßen-Management geplant. Es soll Kontakte zu Eigentümerinnen, Eigentümern und Gewerbetreibenden halten, Veranstaltungen bekannter machen und gegen Leerstände arbeiten. Auch Beratung zur Schaufenstergestaltung gehört nach Angaben der Stadt zum geplanten Aufgabenbereich. Der Quartiersfonds soll im gesamten Stadtteil kleinere Projekte fördern. Dafür sind jährlich insgesamt 50.000 Euro vorgesehen. Nach Angaben der Stadt soll eine Jury des Stadtbezirksmarketings Innenstadt-Nord über die Vergabe entscheiden.
Fördermittel für Dortmunds Nordstadt stehen bereit
Die Stadt schreibt, das klassische Quartiersmanagement könne nicht weitergeführt werden.
„Der Grund [für die Änderung] ist die fehlende Finanzierung angesichts der angespannten Haushaltssituation.“ - Stadt Dortmund, Pressemitteilung
Gemeint seien unter anderem die Organisation von Veranstaltungen, die Begleitung von Stadterneuerungsprojekten und die enge Vernetzung in den drei Quartieren der Nordstadt. Gleichzeitig sei ein Antrag auf Städtebauförderung für diesen Baustein nicht erfolgreich gewesen. Für die Pläne der Stadt gibt es Fördergelder von Bund und Land. Rund 70 Prozent der Kosten von knapp 3,3 Millionen Euro sollen darüber gedeckt werden. Der städtische Eigenanteil für vier Jahre liegt laut Stadt bei knapp einer Million Euro. Die geplante Laufzeit für den ersten Abschnitt reicht von 2027 bis 2030. Über die neue Ausrichtung muss noch der Rat entscheiden.
Die Stadt will in Zukunft die Münsterstraße grundsätzlich umgestalten und hat ihre Pläne dafür bereits vorgestellt.