
Dortmund prüft neue Nutzung großer Parkplätze
Auf großen Parkplätzen in Dortmund könnten Wohnungen, Grün und Solarflächen entstehen. Eine Studie nennt dafür mehr als 1.300 Flächen im Stadtgebiet. Ein Beispiel zeigt, was an der TU Dortmund möglich wäre.
Veröffentlicht:
Dortmund wertet 1.318 Parkflächen aus
Große Parkplätze in Dortmund könnten künftig nicht nur als Stellflächen für Autos genutzt werden. Das geht aus dem Abschlussbericht des Forschungsprojekts „Transformation großflächiger Parkplätze“ hervor, an dem Dortmund als eine von drei Modellkommunen beteiligt war. Untersucht wurden laut Stadt und Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung 1.318 Parkplätze mit mindestens 750 Quadratmetern Fläche. Diese Flächen kommen zusammen auf rund 361 Hektar und damit auf etwa 1,3 Prozent der Dortmunder Stadtfläche. Nach Angaben der Stadt geht es bei der Untersuchung nicht darum, Parkplätze grundsätzlich abzuschaffen, sondern zusätzliche Nutzungen auf bereits erschlossenen Flächen zu prüfen.
Drei Möglichkeiten für Parkplätze in Dortmund
Die Studie nennt dafür drei mögliche Wege: Parkplätze teilweise überbauen, Flächen entsiegeln und begrünen oder Stellplätze effizienter anordnen und mit Photovoltaik überdachen. Theoretisch wäre auf den untersuchten Flächen Platz für bis zu 8.900 Wohnungen oder rund 21.800 Arbeitsplätze. Für entsiegelte und begrünte Teilflächen nennt der Bericht ein Potenzial von rund 2,6 Millionen Quadratmetern. Für Photovoltaik auf Parkplätzen liegt das theoretische Potenzial laut Stadt bei rund 1,13 Millionen Quadratmetern. Die Stadt Dortmund will die Ergebnisse nach eigenen Angaben für die weitere Planung und für die Innenentwicklungsstrategie nutzen.
TU Dortmund als Beispiel für neue Flächen
Ein Beispiel aus dem Bericht ist ein Großparkplatz an der Emil-Figge-Straße an der TU Dortmund. Dort stehen aktuell 1.519 Stellplätze zur Verfügung. Für diesen Standort haben die Forschenden ein städtebauliches Konzept entwickelt, das Erweiterungsbauten der Universität vorsieht. Dadurch könnten nach den Berechnungen rund 2.949 zusätzliche Arbeits- und Studienplätze entstehen. Parkmöglichkeiten könnten dabei unterirdisch in die Gebäude integriert werden.
Zusätzlich nennt der Bericht für den Standort an der TU Dortmund Möglichkeiten für mehr Grün und Freizeitangebote. Auch temporäre Veranstaltungen wie Flohmärkte könnten dort demnach weiter stattfinden. Die Stadt weist zugleich darauf hin, dass es sich bei vielen Werten um theoretische Maximalpotenziale handelt. In der Praxis lasse sich nicht jede Fläche ohne Weiteres umgestalten, unter anderem wegen Privateigentum, langfristiger Verträge oder anderer Vorgaben. Rund 56 Prozent der untersuchten Parkplätze befinden sich laut Bericht in Privateigentum

