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Dortmund: Wohnungslosigkeit im Winter
© Radio 91.2
Leonie hilft Obdachlosen in Dortmund. Gerade im Winter sind warme Getränke, Essen und Kleidung überlebenswichtig.
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Dortmund: Wohnungslosigkeit im Winter

Wohungslosenverbände bei uns in Dortmund kritisieren den Umgang von Polizei und Ordnungsamt mit obdachlosen Menschen in der Innenstadt. Die Polizei weist Kritik klar zurück.

Veröffentlicht: Dienstag, 13.01.2026 05:02

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Verdränungen bringt Probleme in Dortmund

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Viele Menschen in unserer Stadt beschweren sich über campierende Wohnungslose in der Dortmunder Innenstadt - deshalb haben Polizei Dortmund und Ordnungsamt ihre Kräfte verstärkt und sprechen zum Beispiel mehr Platzverweise aus. Das bringt aber Probleme für die Wohnungslosenhilfe mit sich: Gerade jetzt im Winter müsse die Hilfe die Menschen erreichen, die auf der Straße leben, sagt Streetworkerin Leonie Furgol von der Diakonie.

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Kritik an Platzverweisen und deren Auswirkungen

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Die Menschen würden zum Beispiel durch Platzverweise aus der Innenstadt verdrängt. Das erschwere die Arbeit der Streetworker - außerdem sei es gefährlich für die Betroffenen, sagt Bastian Pütter von der Obdachlosenzeitung Bodo.

Das macht es uns schwierig, die Menschen anzutreffen. Und es bringt sie weg von den Hilfseinrichtungen, die innenstadtnah sind. In der Konsequenz suchen sich Leute Schlafplätze in den Wohngebieten oder - bei der Witterung besonders gefährlich - in Waldstücken, in Grünanlagen, wo sie vielleicht gar keine Möglichkeit haben, Hilfe zu rufen, wenn sie sie brauchen.
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Polizei Dortmund zu Kritik

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Die Polizei Dortmund weist die Kritik von Wohnungslosenverbänden aus Dortmund in einem Statment klar zurück. Reine Repression sei nicht das Konzept. Stattdessen würden sie Hand in Hand mit sozialen Trägern arbeiten und die Wohnungslosen auf Hilfsangebote hinweisen. Ihnen ist wichtig, diese Menschen aktiv anzusprechen. Trotzdem müssten sie eingreifen, wenn der öffentliche Raum durch aggressives Betteln oder Drogenkriminalität negativ beeinflusst wird, heißt es.

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Mehrere Wohnungslose in Dortmund und der Umgebung gestorben

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An einer Bahnhaltestelle in Lünen-Brambauer ist am Sonntag (11.01.) eine Leiche gefunden worden. Nach ersten Erkenntnissen handelt es sich um einen Mann ohne festen Wohnsitz. Hinweise auf eine Straftat gebe es nicht. Ob der Mann möglicherweise erfroren ist, muss jetzt eine Obduktion klären. Schon Ende Dezember waren zwei Wohnungslose in Dortmund und ein Dritter in Unna-Massen leblos gefunden worden.

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