
Dortmunder IHK stellt Konjunkturbericht vor
Strafzölle, Fachkräftemangel, Krisen in der Welt. All das drückt auf die Stimmung der Dortmunder Wirtschaft.
Veröffentlicht: Donnerstag, 12.02.2026 11:17
Präsident der Dortmunder IHK für Investitionen und Bürokratieabbau
Vor allem die Industrie und der Handel klagen über wirtschaftlichen Druck, heißt es im Konjunkturbericht. Der Großhandel und der Dienstleistungsbereich blicken deutlich optimistischer in die Zukunft. Die heimische Wirtschaft stehe vor großen Herausforderungen, sagt Heinz-Herbert Dustmann als Präsident der Industrie- und Handelskammer. Er fordert die Politik auf, mehr für die Wirtschaft zu tun. Dazu gehörten auch deutlich mehr Investitionen in die Infrastruktur und ein Abbau an Bürokratie, so Dustmann:
"Also es gibt einige Unternehmen, die sind drauf und dran ihr Projekt aufzugeben, weil sie über einen ganz langen Zeitraum, der zum teil über Jahre geht, nicht die Genehmigung bekommen, die sie dafür brauchen. Das ist ein Zustand, der unhaltbar ist."
Was hat die Dortmunder Wirtschaft mit den USA und Indien zu tun?
Eine ganze Menge, sagt die Industrie- und Handelskammer. Viele Unternehmen auch aus Dortmund leiden unter der Handelspolitik von US-Präsident Donald Trump. Strafzölle sorgen für finanziellen Druck und Verunsicherung. Umso wichtiger sei es, dass sich Europa mit neuen Handelsabkommen wie mit Indien unabhängiger von den USA mache, erklärte IHK-Präsident Heinz-Herbert Dustmann im Gespräch mit Radio 91.2. Zudem erhoffe er sich für die heimische Wirtschaft einen deutlichen Abbau an Bürokratie und mehr Tempo bei der Verbesserung der öffentlichen Infrastruktur:
"Wie unsere Straßen aussehen, das ist schon ganz schlimm. Das ist eigentlich nicht Deutschland, aus meiner Sicht. Und wenn wir an die Schiene denken, dann haben wir Hochgeschwindkeitszüge entwickelt, die nicht bei uns fahren, aber hervorragend in Spanien."