
Dortmunder Westfalenhalle: Neue archäologische Funde
Im Zweiten Weltkrieg waren an der Westfalenhalle Dortmund deutlich mehr Kriegsgefangene untergebracht als bisher angenommen.
Veröffentlicht: Freitag, 29.05.2026 13:16
Bedeutende Ausgrabungen and der Westfalenhalle in Dortmund
Bei Vorbereitungs-Arbeiten für die zukünftigen Messehallen 9 und 10 haben Archäologen Überreste des Straflagers gefunden und ausgewertet. Die Funde sind historisch bedeutend; sie belegen, dass zeitweise weit über 70.000 Menschen in der ehemaligen Westfalenhalle und den benachbarten Holzbaracken im früheren Volkspark untergebracht waren. Von dort auswurden sie als Zwangsarbeiter an Betriebe und Kommunen im ganzen Ruhrgebiet verteilt.
Ausgrabungen sollen historische Zusammenhänge in Dortmund sichtbar machen
Die Ausgrabungen zeigen die Dimension von Lageralltag und Kriegsgefangenschaft. Sie sollen jetzt helfen, die damaligen Ereignisse aufzuarbeiten und die historischen Zusammenhänge sichtbar zu machen. Die damalige Westfalenhalle wurde 1944 zerstört, die Nachfolgerin - die jetzige Halle - wurde an der gleichen Stelle neu gebaut und 1952 eröffnet.
