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Krankenschwester misst Blutdruck
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Gesundheitswirtschaft in Dortmund wächst

In Dortmund arbeiten inzwischen fast 40.000 Menschen in der Gesundheitswirtschaft. Das geht aus einer aktuellen Studie der Industrie- und Handelskammer zu Dortmund hervor. Demnach ist die Gesundheitswirtschaft inzwischen mit einem Anteil von fast 20% der größte Arbeitgeber der Region.


Veröffentlicht: Freitag, 23.08.2019 09:30

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Mehr Beschäftigte in der Gesundheitswirtschaft

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Was früher die Kohle- und Stahlindustrie war, ist heute die Gesundheitswirtschaft. Laut der aktuellen Studie der Industrie- und Handelskammer zu Dortmund hat die Gesundheitswirtschaft jetzt erstmals mehr Beschäftigte als die Industrie oder in vielen Bereichen der Dienstleister.

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Zur Gesundheitswirtschaft in Dortmund gehören unter anderem die elf Krankenhäuser. Die Klinikum Dortmund Gesellschaft beschäftigt rund 4.200 Mitarbeiter und ist damit das zweitgrößte Krankenhaus Deutschlands. Die Gesellschaft Klinikum Westfalen beschäftigt weitere 2.300 Mitarbeiter.

Außerdem zählen rund 1.000 niedergelassene Fach- und Hausärzte, mehrere öffentliche und private Rettungsdienste, zwei hier stationierte Rettungshubschrauber, hunderte Pflege- und Betreuungseinrichtungen und Dienste, fast 130 Apotheken und viele Praxen von Physiotherapeuten und ähnlichen medizinischen Assistenzberufen zur Gesundheitswirtschaft.

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Demographischer Wandel

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Insgesamt sind in allen Bereichen rund 40.000 Menschen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Hinzu kommt noch eine große Anzahl von Nebenberuflern, Teilzeitkräften und Selbständigen zum Beispiel in der Pflege. Laut IHK-Studie werden die Gesundheitswirtschaft sowie das Gesundheitswesen überhaupt durch den demographischen Wandel herausgefordert. So fehlten allein in NRW im vergangenen Jahr rund 14.000 Kräfte in der Pflege und Betreuung älterer Menschen.Deshalb wird ein deutliches Wachstum der Branche erwartet, so Ulf Wollrath, Autor der IHK-Studie.

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Ulf WollrathZuwachs an Hochaltrigen
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Forschung und Entwicklung

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Laut Ulf Wollrath entsteht auch ohne eine Medizinfakultät wichtiges Know-How im Bereich Forschung und Digitalisierung. Zum Beispiel mit dem Bio-Medizinzentrum, dem Fraunhofer-Institut oder der MST-Factory. Aber auch die FH und die TU Dortmund tragen ihren Teil zur Forschung bei.

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Finanzierung

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Finanziert wird die Gesundheitswirtschaft durch das Versicherungswesen. Dortmund ist auch in diesem Bereich gut aufgestellt, da fünf große gesetzliche und private Krankenkassen hier ihren Sitz haben. Damit sich dieser Wirtschaftszweig auch angesichts der Herausforderungen im Gesundheitswesen besser aufstellen kann, kommt die IHK-Studie zu einer Zielvorgabe, die Patrick Voss als zweiter Autor so formuliert:

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Patrick VossVernetzung
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