
Igel in Dortmund im Winterschlaf getötet
In Dortmund-Rahm kam es am Samstag (21.03.) zu einem "Igel-Massaker". Grund seien Grünarbeiten, meldet die Tierschutzpartei Dortmund.
Veröffentlicht: Montag, 23.03.2026 14:42
Schwere Verletzungen durch schwere Maschinen
Spaziergänger haben in der Nähe der Kleingartenanlage (Eingang neben der Röntgen- bzw. Boschstraße) mehrere tote Igel mit schwersten Verletzungen gefunden. Die befanden sich offenbar noch im Winterschlaf, als auf der seit Jahren verwilderten Wiese großflächige Arbeiten mit schweren Maschinen durchgeführt worden. Der Igelschutz Dortmund e.V. wurde direkt informiert. Der Igel war Tier des Jahres 2024 und steht auf der Roten Liste.
Kritik vom Igelschutzverein
Der Vorfall sei absolut vermeidbar gewesen, wenn die Flächen vorher kontrolliert worden wären, heißt es seitens des Vereins. Mehrere Mitglieder kündigten an, eine Strafanzeige wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz und Bundesnaturschutzgesetz zu stellen. Nach ihrer Einschätzung liegt ein Verstoß gegen das Tierschutzgesetz sowie das Bundesnaturschutzgesetz vor. Insbesondere das Unterlassen notwendiger Kontrollen vor Mäharbeiten kann eine erhebliche Pflichtverletzung darstellen, wenn vorhersehbar ist, dass Tiere zu Schaden kommen (§ 1 TierSchG). Darüber hinaus ist es nach §§ 39 und 44 BNatSchG verboten, Lebensstätten und Rückzugsorte geschützter Arten zu zerstören. Zahlreiche verstorbene Igel mit multiplen Knochenbrüchen wurden durch Ehrenamtliche der Arbeitsgruppe Igelschutz als Beweismittel gesichert.