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Mann schreibt am Laptop. Symbolbild.
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Mann schreibt am Laptop. Symbolbild.
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Immer mehr Cybercrime in Dortmund

Die Fälle von Internetbetrug in Dortmund steigen an. Ein eigenes Cybercrime-Kommissariat der Polizei bearbeitet monatlich Hunderte Anzeigen - darunter auch perfider Liebesbetrug, der richtig teuer werden kann.

Veröffentlicht: Dienstag, 19.05.2026 04:42

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Berühmter Love-Scamming-Fall aus Dortmund

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"Brad Pitt liebt mich - und sitzt gerade am Dortmunder Flughafen fest". Diese Geschichte hat eine Frau 60.000 Euro gekostet. Sie ist Opfer von sogenananntem Love Scamming geworden - eine der perfidesten Formen von Cybercrime. Und auch bei uns in Dortmund fallen immer mehr Menschen darauf rein. Das sagt Klaus Thimm vom Kommissiariat Cybercrime bei der Dortmunder Polizei. Dabei habe sich das Deliktsfeld vom analogen Heiratsschwindler ins Digitale verwandelt. 

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Polizei Dortmund: Täter sind auf Geld aus

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Es ist immer so, dass irgendwann eine Forderung kommt und Geld im Raum steht. Bei Brad Pitt, der ist jetzt einsam gewesen und hat auch Kontakt mit der Geschädigten in Deutschland gesucht. Und der wollte sie einfach besuchen kommen. 'Irgendwie ist aber was schief gelaufen und die Polizei hat mich am Dortmunder Flughafen festgehalten, weil ich irgendwie noch Zahlungen auszustehen habe. Könntest du da nicht einspringen, damit ich freikomme und wir unsere Liebe genießen können?'
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Polizei Dortmund bearbeitet hunderte Fälle pro Monat

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Schon 2024 hat die Polizei Dortmund ein eigenes Cybercrime-Kommissariat gegründet. Monatlich bearbeiten die Ermittler dort rund 400 bis 600 Fälle. Dabei geht es neben Liebesbetrug im Netz auch um falsche Bankmitarbeiter. Und häufig versuchen die Täter auch über Verkaufsplattformen an persönliche Daten zu kommen, sagt Klaus Thimm, Leiter des Kommissariats Cybercrime. 

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Warnung und Tipps der Polizei Dortmund

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Und da wird man immer gezwungen, diese sicheren Plattformen, dieser Vinted, Ebay oder Kleinanzeigenplattformen zu verlassen und genötigt über WhatsApp oder E-Mail den Kontakt weiterzuführen. Und irgendwann kommt es dazu, dass die Täter nach den Daten fragen: 'Ich möchte gerne das kaufen, was du anbietest. Ich würde das auch gerne überweisen, aber ich brauche dafür deine Bankdaten.' Dann kommt es da zu Datenabgriffen und im Nachgang noch zu Betrügereien.
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Podcast "Mein Dortmund"

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Mehr über die aktuellen Betrugsmaschen im Internet erfahrt ihr in der neuen Folge von "Mein Dortmund - der Podcast" auf radio912.de und überall da, wo es Podcasts gibt.

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