Prozessauftrakt um Mordkomplott an Lehrer: Öffentlichkeit ausgeschlossen

Am Dortmunder Landgericht hat heute der Prozess gegen drei Jugendliche begonnen. Sie sollen vorgehabt haben, einen ihrer Lehrer umzubringen. Die Angeklagten sind jetzt 17, 18 und 19 Jahre alt. Einer von ihnen hat heute ausgesagt, aber abgestritten vorgehabt zu haben den Lehrer zu töten. Die Öffentlichkeit ist von dem weiteren Verfahren ausgeschlossen. Der Schutz der jugendlichen Angeklagten überwiege das öffentliche Interesse, hieß es am Dortmunder Landgericht.

Prozessstart: Drei Schüller wollten Lehrer Wolfgang W. angeblich wegen schlechter Noten töten.
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Hinterhalt am Lehrerparkplatz

Den drei heute 17, 18 und 19 Jahre alten Angeklagten wird vorgeworfen, den Pädagogen im Mai 2019 in einen Hinterhalt am Lehrerparkplatz der Schule gelockt zu haben, um ihn mit Hämmern zu erschlagen. Dem Lehrer soll die Situation aber gleich merkwürdig vorgekommen sein, sodass er den Jugendlichen nicht den Rücken zukehrte. Lehrer Wolfgang W. sagte vor dem Prozessauftakt Folgendes:

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Zwei der drei Täter waren am 10. Oktober, als es zum Hammerangriff kommen sollte, noch minderjährig. Das Tatmotiv sollen schlechte Noten gewesen sein und ein drohendes Sitzenbleiben. Wolfang W. leidet seit dem Komplott gegen ihn an einer Schlafstörung und erhofft sich eine gerechte Strafe. 

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Versuchter Mord?

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Trio versuchten Mord und Verabredung zu einem Verbrechen vor, erklärte Richter Thomas Jungkamp.

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Ausschluss der Öffentlichkeit

Der Prozess findet unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt, denn es gilt das Jugendstrafrecht. Thomas Jungkamp ist Presserichter und erklärt das weitere Vorgehen:

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