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Ausgrabungen römische Kaiserzeit Dortmund Töpfer-Ofen Archäologe
© Radio 91.2
Grabungsleiterin Dr. Eva Cichy vor dem germanischen Töpfer-Ofen
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Spektakulärer Archäologie-Fund im Dortmunder Westen

Im Dortmunder Westen ist ein Werkstattareal aus der Römischen Kaiserzeit entdeckt worden. Der Fund nahe Haus Dellwig gilt als überregional bedeutend.

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Dortmund: Werkstattareal aus Kaiserzeit entdeckt

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Nahe der Dellwiger Straße in Dortmund ist ein Werkstattareal aus der Römischen Kaiserzeit freigelegt worden. Ein Grabungsteam des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe untersucht die Siedlung seit Mitte August 2026 gemeinsam mit der Stadtarchäologie Dortmund. Nach Angaben der beteiligten Archäologen reicht die Siedlung vom 1. bis zum 5. Jahrhundert nach Christus.

Bei den Ausgrabungen wurden mehrere Areale mit Gruben, Öfen und Herden dokumentiert. Grabungsleiterin Dr. Eva Cichy vom LWL spricht von einem in dieser Form bislang einmaligen Werkstattbereich im Westen des germanischen Siedlungsgebiets. Neben einem Töpferofen wurden nach LWL-Angaben auch Werkstätten der Metallverarbeitung entdeckt, die außergewöhnlich gut erhalten sein sollen.

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Ausgrabungen römische Kaiserzeit Dortmund Töpfer-Ofen Archäologe
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Germanischer Töpfer-Ofen
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Metallrecycling der Germanen im Fokus

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Besonders wichtig sei der Fund nach Einschätzung der Fachleute wegen der Hinweise auf germanische Metallverarbeitung. Der Leiter der LWL-Außenstelle Olpe, Prof. Dr. Michael Baales, erklärt, dass rechts des Rheins schon länger römische Metallobjekte bekannt seien, die von Germanen recycelt wurden. Passende Werkstattbefunde hätten bislang aber gefehlt. Tobias Zacharias von der Stadtarchäologie Dortmund bezeichnet die Fundstelle deshalb als überregional bedeutsam. Jan Rosbeck erläutert, dass römischer Metallschrott in Tiegeln in Öfen eingeschmolzen worden sei. Die runden bis ovalen Ofenkonstruktionen hätten Lehmwände gehabt, die Temperatur sei mit Blasebälgen reguliert worden.

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Ausgrabungen römische Kaiserzeit Dortmund Töpfer-Ofen Archäologe
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Ofen soll geborgen und später gezeigt werden

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Noch ist unklar, welche Keramik in dem Töpferofen hergestellt wurde. Nach Angaben des LWL stehen die Ausgrabungen kurz vor dem Abschluss. Der am besten erhaltene Ofen soll komplett geborgen werden, damit dieser Befund später ausgestellt werden kann. Wo und wann das genau passiert, ist bislang noch nicht bekannt. Außerdem seien noch viele Fragen offen, weshalb die Funde ausreichend analysiert werden müssen.

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