
Weniger Messergewalt: Polizei Dortmund zieht Bilanz
Messerangriffe in Dortmund sind um fast 40 Prozent gesunken. Die Polizei setzt dafür auf strenge Verbote und startet eine neue Kampagne.
Veröffentlicht: Freitag, 12.06.2026 15:16
Rückgang der Messerkriminalität in Dortmund
Die Polizei in Dortmund verzeichnet aktuell eine positive Entwicklung bei der Kriminalität mit Messern im Stadtgebiet. Von Beginn des Jahres im Januar bis Ende Mai (31.05.) zählten die Beamten insgesamt 132 Straftaten, bei denen ein Messer involviert war. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres 2025 lag diese Zahl mit 213 Fällen noch deutlich höher. Die Ermittler führen diesen Trend auf ihre verstärkten Maßnahmen, mehr Kontrollen, spezialisierte Ermittler und die ständige Präsenz auf den Straßen zurück.
Waffenverbote und Polizeikontrollen zeigen Erfolg
Ein wichtiger Baustein für die Sicherheit sind die sogenannten Messertrageverbote, die seit April 2024 konsequent ausgesprochen werden. Bisher hat die Polizei Dortmund 214 dieser Verbote rechtskräftig verhängt. Das zeige immer stärker Wirkung, sagt die Polizei. Wenn die Beamten jemanden trotz Verbot mit einer Waffe erwischen, wird es teuer, denn schon beim ersten Mal droht eine Strafe von 250 Euro. Alleine im April (April 2026) kontrollierten Einsatzkräfte 58 Personen mit bestehendem Verbot, bei denen keine ein Messer mit sich führte.
„Diese positive Entwicklung ist das Ergebnis des bereits 2024 entwickelten Handlungs- und Maßnahmenkonzeptes zur Bekämpfung der Messerkriminalität hier bei uns in Dortmund.“ - Achim Stankowitz, stellvertretender Behördenleiter
Prävention für junge Leute in der City
Neben der Strafverfolgung setzt die Dortmunder Polizei verstärkt auf Aufklärung. Mit einer neuen Social-Media-Kampagne unter dem Namen „Reality Check: Messer“ will die Polizei informieren. In kurzen Videos erklären die Beamten die Risiken und die rechtlichen Folgen, die das Mitführen von Messern nach sich zieht. Das Ziel ist es, vor allem junge Dortmunder und Dortmunderinnen zu erreichen und sie über die Gefahren im öffentlichen Raum zu informieren.