
Zugverspätungen in NRW: Dortmunder Linien im Vergleich
Im ersten Halbjahr 2026 war fast jeder dritte Nahverkehrszug in NRW verspätet. Der RE34 ab Dortmund schnitt besonders schlecht ab, die S4 nach Unna besonders gut.
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Zugverspätungen in NRW erreichen neuen Höchststand
Wer in und um Dortmund mit dem Zug fährt, braucht weiter viel Geduld. Die Verspätungen im Regionalverkehr in Nordrhein-Westfalen haben im ersten Halbjahr einen neuen Negativ-Rekord erreicht.
Fast jeder dritte Regionalzug und jede dritte S-Bahn in Nordrhein-Westfalen war im ersten Halbjahr 2026 verspätet. Das zeigen vorläufige Zahlen des Kompetenzcenters Integraler Taktfahrplan NRW, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegen. Der Anteil lag bei rund 30 Prozent - nach rund 25 Prozent im Vorjahreszeitraum. Als unpünktlich gilt ein Zug ab vier Minuten Verspätung. Ausgefallene Fahrten werden dabei nicht als Verspätung gezählt.
RE34 ab Dortmund spät, S4 nach Unna pünktlich
Besonders häufig traf es den Dortmund-Siegerland-Express: Rund 61 Prozent der Züge auf der Linie RE34 zwischen Dortmund und Siegen waren nach den vorläufigen Zahlen verspätet. Die S4 zwischen Dortmund und Unna war dagegen die pünktlichste Linie in NRW. Bei ihr waren rund zwei Prozent der Fahrten verspätet.
Zugausfälle und Baustellen belasten den Regionalverkehr
Neben den Verspätungen fielen im ersten Halbjahr rund 17 Prozent der geplanten Zugfahrten in NRW komplett aus. Bei rund zwölf Prozent aller geplanten Fahrten waren Baustellen der Grund, knapp fünf Prozent fielen kurzfristig aus. Als Ursachen für die Verspätungen nennt die Branche außerdem das sanierungsbedürftige und stark ausgelastete Schienennetz. Auf gemeinsam genutzten Strecken können sich Probleme im Fernverkehr dadurch auch auf Regionalzüge auswirken. Die Fahrzeiten von Ersatzbussen sind in der Pünktlichkeitsstatistik nicht enthalten.
