
Neuer Fonds für Problemimmobilien in Dortmund
Die Stadt Dortmund will in der Nordstadt stärker gegen verwahrloste und leerstehende Problemhäuser vorgehen. Dafür soll ein neuer Entwicklungsfonds mit 865.000 Euro eingerichtet werden. Das geht aus einer Pressemitteilung der Stadt hervor.
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Mit dem Geld sollen Problemimmobilien aufgekauft und anschließend an Investorinnen und Investoren weiterverkauft werden. Nach Angaben der Stadt soll dabei nicht der höchste Preis entscheiden, sondern das beste Sanierungs- und Nutzungskonzept. Die Verwaltung will den Vorschlag im November 2026 dem Rat zum Beschluss vorlegen.
Häuser sollen schneller den Eigentümer wechseln
Die Stadt nennt Eigentümerwechsel einen wichtigen Hebel im Umgang mit solchen Immobilien. In vielen Fällen lasse sich eine Lösung erst dann erreichen, wenn Häuser aus Zwangsversteigerungen, über das Vorkaufsrecht oder auf dem freien Markt erworben werden könnten.
Die Gebäude sollen nach dem Ankauf unsaniert weitergegeben werden. Laut Stadt sollen vor allem Konzepte den Zuschlag bekommen, die zur Stärkung der Nordstadt beitragen. Die Verkaufserlöse fließen demnach wieder in den Fonds zurück, damit weitere Ankäufe möglich werden.
Ziel: acht weitere Häuser bis 2030
Bis 2030 will die Stadt nach eigenen Angaben auf diesem Weg rund acht weitere Immobilien erwerben und weiterverkaufen. Für einen Teil der Kosten gibt es demnach bereits eine Förderzusage aus der Städtebauförderung von Bund und Land.
Nach Angaben der Stadt sind in den vergangenen zehn Jahren rund 100 Problemhäuser in der Nordstadt auf einen besseren Weg gebracht worden. Der neue Fonds soll diesen Kurs nun fortsetzen.
- Ein aktueller Fall an der Robertstraße in Dortmund zeigt, wie groß die Probleme bei einzelnen Gebäuden in der Nordstadt sein können.
- Bei einem Großeinsatz gegen Schrott-Häuser wurden in Dortmund zuletzt gravierende Mängel in mehreren Immobilien festgestellt.
- Der geplante Neustart für die Nordstadt betrifft auch Beratung, Förderung und den Umgang mit Problemimmobilien.